Aktuelle Pressemitteilung

SCHLUSSBERICHT

belétage 2019 in Salzburg: Stoff für eine Erfolgsstory

DIE TRENDS: Stoffdesign trifft Handwerkskunst

© Reed Exhibitions/Andreas Kolarik

 

SALZBURG (30. Jänner 2019).  – Während draußen Winterwetter regierte ließ die belétage am 27. und 28. Jänner im Salzburg Congress frühlingshafte und sommerliche Stimmung aufkommen. Die fünfte Ausgabe des von Reed Exhibitions organisierten Events für Stoffe & Design vereinte als hochkarätige Leistungsschau mehr als 70 internationale Textilaussteller* und Premium-Stoffverlage aus Österreich, Deutschland, Frankreich, England, Belgien etc., Hersteller von Sicht- und Sonnenschutz, Agenturen sowie Importeure und Großhändler. Die 1.804 anwesenden Fachbesucher sorgten für ein Top-Ergebnis sowie entsprechend intensive Branchenkontakte.

Auf absolutem Topniveau

Die belétage, die den Salzburg Congress vollständig, d.h. auf vier Etagen inklusive Europasaal, belegte, hat sich in den vergangenen Jahren als jeweils erster Fachtermin der Saison zu einem überaus beliebten Treffpunkt für die Stoffverlage und den Sonnenschutz im deutschsprachigen Raum entwickelt. Das unterstreicht auch die Tatsache, dass wieder an die 40 Prozent der Fachbesucher aus dem benachbarten Ausland zur belétage angereist war. „Der Fixtermin, alternierend mit der CASA, bietet der Branche eine optimale, weil hochwertige, effiziente und stimmige Neuheiten- und Informationsplattform,“ skizziert Dietmar Eiden, Managing Director B2B-Messen bei Reed Exhibitions, den hohen Stellenwert. „Hochkarätige Aussteller und eine Inszenierung, die mit dem modernen Ambiente der Location perfekt harmoniert, machen die belétage zu einem Event, der sich absolut auf internationalem Topniveau bewegt.“

Branchenabend im Imlauer Hotel Pitter

Auch heuer fand am ersten Messetag ein Branchenabend im benachbarten Hotel Pitter statt. Hier konnten Aussteller und ihre Kunden den ersten Messetag in der Sky-Bar bei Musik und den kulinarischen Köstlichkeiten des Hauses entspannt ausklingen lassen. Dabei übergab Category Manager Wilfried Antlinger nach 35 Jahren im Messebusiness die Leitung der belétage an seine Nachfolgerin Clara Wiltschke.

Aussteller mit Messeverlauf sehr zufrieden

Den Erfolg der belétage 2019 bringen die Aussteller am besten zum Ausdruck. So berichtete Mag. Heinz Wymetal-Fleischmann, Englisch Dekor HandelsgmbH & Co KG: „Wir sind mit der belétage 2019 sehr zufrieden und kommen fix wieder! Die belétage fasst auf kleinem Raum alle namhaften und vor allem aber auch sehr viele Aussteller zusammen, was wiederrum einen sehr effizienten und hochwertigen Messebesuch ermöglicht. Es gibt kaum Leerwege und die wichtigsten Anbieter sind vor Ort und das in einem sehr schönen Rahmen. Das ist das, was sich unsere Kunden wünschen!“

Von guter Stimmung sprach ebenso Dipl.-Ing. Werner Hanisch, Geschäftsführer der LEHA GmbH: „Wir hatten auf der diesjährigen belétage angenehme Gespräche und fachkundiges Publikum. Auch der Branchenabend war sehr schön, mit toller Atmosphäre und guter Stimmung. Diese gute Stimmung verzeichneten wir auch bei unseren Gesprächen am Stand.“

Äußerst positiv fiel auch das Fazit von Klaus Scharf, Geschäftsführer der Romo GmbH, aus: „Für The Romo Group ist es sehr wichtig, dass wir in Österreich eine attraktive Plattform haben, um uns gut zu präsentieren. Salzburg ist nach wie vor optimal, auch wegen seiner guten Anbindung und dem hohen Einzugsgebiet - der gesamte westliche Raum Österreichs, bis Niederösterreich und Wien und aus Deutschland, dem südlichen Bayern bis zum Münchner-Raum. Auch die Struktur der belétage ist sehr gut gelungen; neben der für uns zentralen Darstellung internationaler Textilverlage im Europasaal bietet sie den Fachbesuchern insgesamt eine kompetente Plattform, um sich optimal zu informieren. Wir haben eine gute Stimmung erlebt, eine hohe Qualität der Fachbesucher, von Handwerksbetrieben bis hin zu Kompletteinrichtern, sowie eine positive Orderbereitschaft festgestellt. Den Schwerpunkt der belétage - die hohe textile Gesamtausprägung - findet man heute nicht mehr so häufig – und diese Kompetenz hat sich in den letzten Jahren hier sehr gut entwickelt!“

Ähnlich äußerte sich Petra Gregorowitsch, Global Marketing Director: „Für Backhausen ist die belétage ein absoluter Pflichttermin, denn hier erkennt man bereits zu Beginn des Jahres, welche Farbe und welches Design Trendpotenzial liefern. 2019 steht demnach ganz im Zeichen von kräftigen Farben und Naturfasern. „Achilles“, der neue Held unserer Wollkollektion zeigt es vor und beweist als erstklassiger Möbelstoff aus 100 Prozent Schurwolle Mut zur Farbe.“

Und Alfred Sika von Sanderson by Style Library – Alfred Sika KG meinte: „Die belétage ist rundum eine gute Veranstaltung. Für uns hat die belétage einen hohen Stellenwert, vor allem für Österreich und für den süddeutschen Raum. Wir sind mit der Quantität und Qualität der Fachbesucher sehr zufrieden!“

2020: CASA mit Timba+

Im kommenden Jahr steht turnusgemäß die CASA, internationale Fachmesse für kreatives Wohnen, Einrichten und Lifestyle, auf dem Programm, die vom 22. bis 25. Jänner 2020 im Messezentrum Salzburg in Szene gehen wird. Zeit- und ortsgleich findet die gleichfalls von Reed Exhibitions organisierte Fachmesse für Holz, Handwerk und Handel statt, um Synergien in der Aussteller- und Fachbesucheransprache zu nutzen. 

DIE TRENDS: Stoffdesign trifft Handwerkskunst 

Auf der belétage trafen sie zusammen, wie von einer Sternfahrt kommend: internationale Kollektionen hochwertigster Designstoffe fürs Interieur und die Profis der Verarbeitung und Planung – Tapezierer, Raumausstatter, Architekten.

Statement-Stoffe als Spiegel der Gesellschaft

Stoffe werden zu Projektionsflächen gesellschaftlicher Statements. „Premiumkunden wollen wissen woher die Materialien stammen, wo und unter welchen Bedingungen die Verarbeitung der Stoffe erfolgt“, so fasst ein Aussteller das Credo seiner edlen Angebote in Leinen, Baumwolle und Seide zusammen.

Mit der „Natur auf Du“, so gibt sich die textile Innenausstattung in Materialien und – sehr dominant – in Web- und Printdessins, in Stickereien und Applikationen, alles zusammen gewürfelt auf teils raumhohen Stoffbahnen.

Tropische Motive, edler Purismus

Unübersehbar gestaltete Tropic-Motive gewähren Einblick in den Regenwald. Bananen- und Fächerblätter, Palmwedel, üppige Blüten, Strelizien, Monstera und Kakteen oder Bambusdickicht gedeihen auf meist hellem Fond – gelegentlich bewohnt von Papageien, Kolibris und gar nicht so kleinen Äffchen. Ein ländlicher Stil mit kolonialem Touch, eine Welt ohne Grenzen.

Regionaler gedacht gibt sich das Greenery-Thema, farblich und mit Motiven von Gartenfrüchten, Beeren und Obst. Großzügige Aquarell- und Grafikdessins bilden einen Gegenpol.

Und man besinnt sich des heimischen Landhauses, mit einem Stoffangebot, in „einem Stil, den Österreich braucht“, so ein Anbieter. Dazu werden Motive aus der Trachtenmode auf schlicht, klassisch und elegant interpretiert. Feine Fadenkaros lassen die Qualität des Trägermaterials zur Geltung kommen, allover Prints erinnern an alte Jagdstiche und schwere, pillingfreie Qualitäten mit wolligem Griff sind, man sieht es ihnen nicht an, mit Brandschutz ausgestattet.

Aber auch reine Wolle, fest gewebt und kompakt gewalkt, ist strapazierfähig und schwer entflammbar. Schladminger Loden, bekannt vom „Janker“, erobert den Wohnraum: auf Leder kaschiert überrascht er als Butterfly-Sessel. Und fester Loden harmoniert mit Lammfell und grobem Strick für Plaids, in wunderbar kuscheligen Alpaka-, Angora-, Kaschmirqualitäten. Besonders weich sind Decken in Handwebe, ganz locker gearbeitet, teils als Gitter wärmend mit viel Luftvolumen. 

Naturfasern und Hightech-Gewebe

Wenn ein Anbieter sich auf Naturfasern wie luftige Baumwolle und Leinen für raumhohe transparente und semitransparente Inbetweens spezialisiert, betont ein anderer ebenfalls seinen Schwerpunkt natürlicher, teils biozertifizierter Stoffe. Reines Leinen für Möbelbezug und Deko erhält Reliefprägung durch Gaufrage, also ganz ohne Chemie, ausschließlich durch Druck und Hitze: in mattseidenem Glanz heben sich Musterungen ab, je nach Lichteinfall und Blickwinkel. Neben Wolle und Baumwolle ergänzen nun auch Verdunkelungsvorhänge manche Kollektion – neuerdings beidseitig bedruckt und geeignet für Hotellerie und Privaträume.

Neben Verdunkelung wird auch das Thema Hitze/Kälte mit technisch textilen Stoffbahnen aufgenommen: etwa ein Alufaser-Konstrukt, das der Energieeinsparung dient: minus zehn Prozent Heizung bzw. 50 Prozent Hitzeabwehr – ein Tribut an Klimawandel und Energiebewusstsein.

Viele Details ergeben ein bewegtes Ganzes

Gab es jemals eine derartige Vielfalt unterschiedlich bewegter Oberflächen? Wohl kaum. Webeffekte sind ein Muss, webtechnische Vielfalt zeigt, was möglich ist. Grobe Fasern, unregelmäßige Dicken, Knötchen, Baumwolle, Wolle und Chenille an einem Stoff, teils in dezenten Grau- oder Beigetönen harmonieren mit weichen Samten oder glatten Seiden, die wiederum auf Dreidimensional geknittert, gesteppt und gezogen sind.

Ganz wichtig und in weit gefächerter Phantasie präsentieren sich Stoffe mit Applikationen von glatten oder rauen Stoffen, von Pailletten und pastelligen Quasten, kunstvoll arrangierte Muster ergeben sich aus diesen bunten Gestaltungen, wo sich Matt von Glanz abhebt – und eben diese Musterungen treten dazu passend auf Digitaldruck-Tapeten auf, hochwertig auf Vlies aufgezogen, abwischbar und den Brandnormen entsprechend.

Kurbelstick und Plattstich, glänzende Garne, Zickzack und Wellen, aber bloß nicht regelmäßig. Die ruhigen Pole finden man in den Unis und Faux Unis im passenden Farbton.

Webtechnische Vielfalt und 3D

Witzig und hierzulande unüblich: ein Bezugstoff in Cutloop-Chenille, auf dem ein erwünschter „Sitzspiegel“ hinterlassen wird – ein britisches Phänomen „lebendigen Wohnens“.

Farbenfrohe Drucke werden ergänzt durch 3D-Webeffekte, durch Kombinationen von unregelmäßigem Webbild, etwa in Leinen, mit plastischen Chenilleeffekten und Basket-Webbildern oder flächig verteilten Glanz-Knötchen.

Neben klassischen Naturtönen von Stein bis Grau und Beige treten Rost, Curry, Senf, Rinde, Türkis und Petrol auf. Bicolor ist häufig anzutreffen, nicht nur in klassischem Schwarz/Weiß.

Ebenfalls plastisch fallen Naturfaserteppiche aus: Kokoszöpfe, grobes Fischgrät aus Bananenblättern, Palmblätter, Hanf, Kaktus und Wolle – gewebt, geknüpft, getuftet.

Aktuelle Rindleder-Highlights: neue Dessinierungen im Look glitzernder Pythonhäute, irisierender Fischschuppen und glänzender Grafics. Schrumpfleder und Fleckfärbung, Used Look und Stonewashed und ganz neu: Leder mit Krakelee-Effekt. (+++)

 

Weitere Informationen unter www.beletage-salzburg.at bzw. www.beletage-salzburg.at/presse.

 

*) Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form in Ausführung des Art. 7 B-VG auf Frauen und Männer in gleicher Weise.